Servicemitarbeiter sind in ständiger Alarmbereitschaft. Kommt ein neuer Auftrag rein, ist gerade in der Industrie Eile geboten. Remote Services sollen hier für Entlastung sorgen. Damit das auch wirklich funktioniert, gibt es ein paar Aspekte, an die Unternehmen schon vor ihrer Einführung denken sollten.

1. Sind Remote Services wirklich sinnvoll?
Zu den größten Kostentreiber in der Industrie gehören Wartungen, Instandhaltungen und Reparaturen. Hinzukommt die fortschreitende Digitalisierung, die für eine höhere Komplexität sorgt und angepasste Notfallkonzepte bei Störungen erfordert. Hier gilt wortwörtlich: Zeit ist Geld. Mit Remote Services entfallen bei anstehenden Serviceaufträgen Anfahrtswege und -zeiten komplett. Die Servicemitarbeiter stehen für weitere Aufträge schneller zur Verfügung. Als Teil von Instandhaltungs- und Wartungsteams bilden Remote Services eine wichtige Effizienz-Stellschraube für Instandhaltungsprozesse, die mit zu den generellen Kostentreibern in der Industrie zählen.

2. Welche Remote-Service-Lösung passt am besten?
Bei der Wahl einer passenden Softwarelösung für Remote Services sollten Unternehmen immer auch das „große Ganze“ im Blick zu behalten: Wie passt die Anwendung in die eigene Digitalisierungs-Roadmap? Sind die notwendigen Prozesse bereits digitalisiert? Anstatt überstürzt die erstbeste Lösung am Markt zu nehmen, die einem in die Hände fällt, gilt es einen kühlen Kopf zu bewahren und das Thema strategisch anzugehen. Nur so ist ein hoher Investitionsschutz sicher. Kurzfristig sollten Unternehmen bereit sein, Lösungen zu erproben, die einerseits ihren Herausforderungen entsprechen, andererseits aber auch ohne tiefere Integration in die eigene IT funktionieren. Dies ermöglichen etwa Cloud-basierte Anwendungen.

3. Betrieb: Machen oder machen lassen?
Software gilt es ebenso wie ganze Anlagenparks zu installieren und im Betrieb zu hegen und zu pflegen. Hier lautet oft die Frage: Selber machen oder machen lassen? Die meisten Remote-Service-Lösungen gibt es heute als Managed Service aus der Cloud. Dabei sorgt der Provider für den reibungslosen Betrieb der Software, stellt die notwendigen IT-Infrastruktur-Ressourcen und kümmert sich um Updates. Gerade für Unternehmen, die in möglichst kurzer Zeit Remote Services für sich nutzen wollen, sind hier beim Managed Service Provider an der richtigen Adresse. Will sich die eigene IT-Abteilung den Schuh selbst anziehen, stehen Services wie SODALIS in der Regel ebenso als On-premise-Lösung zur Verfügung. Darüber hinaus sollte die Remote-Service-Lösung mit Enterprise-Anwendungen wie ERP oder CRM integrierbar sein sowie Features für zukunftsorientierte Themen des Industrial Internet of Things umfassen.

4. Vendor-Lockin: Aneinander gekettet oder an der langen Leine?
Ein weiterer wichtiger Faktor für den Einsatz von Remote Services ist die Abhängigkeit vom Hersteller. Hier gilt es zu prüfen, ob die Lösungen nur auf einen Anbieter sowohl in der Software als auch in Hinblick auf ergänzende Hardware beschränkt sind. Läuft die Anwendung etwa nur auf dem Tablet und ist für Smartphones oder Datenbrillen ungeeignet? Im Idealfall unterstützen Remote Services alle Geräteklassen und bieten maximale Freiheit. Dazu gehört auch eine Self-Service-Option: Es sollte beispielsweise möglich sein, einen neuen Nutzer anzulegen, ohne gleich den Hersteller kontaktieren zu müssen.

5. Geht das auch ausführlicher?
Die oben genannten Fragen sind nicht immer einfach für jedes Unternehmen pauschal zu beantworten. Zumal noch weitere Punkte zu berücksichtigen sind. Dazu gehört unter anderem die Integrationsfähigkeit der Remote-Service-Lösung mit Enterprise-Anwendungen wie ERP oder CRM sowie Features für zukunftsorientierte Themen des Industrial Internet of Things. Daher sind eine individuelle Beratung, ein optional zugeschnittenes Integrationskonzept sowie unterstützender Support wichtige Aspekte, die einen zuverlässigen Anbieter ausmachen. Bei weiteren Fragen zu Einsatzmöglichkeiten und Einführung von Remote Services im Unternehmen, stehen Ihnen die Beeware-Experten gerne zur Seite.

 

Bildquelle: istockphoto.com/shotbydave